Zahlungsfluss und wirtschaftliche Kosten
Eine Kreditrate enthält Tilgung und Zinsen. Tilgung verändert Vermögen und Schuld; Zinsen sind Finanzierungskosten. Der wirtschaftliche Verbrauch des Autos zeigt sich dagegen im Wertverlust. Deshalb dürfen Kaufpreis beziehungsweise Tilgung und Wertverlust nicht unbemerkt doppelt als Kosten addiert werden.
Für die monatliche Zahlungsfähigkeit zählen alle tatsächlichen Abflüsse. Für einen Kostenvergleich über mehrere Jahre zählt dagegen unter anderem Kaufpreis minus späterer Verkaufserlös zuzüglich Finanzierungskosten und Betrieb. Beide Betrachtungen sind nützlich, beantworten aber verschiedene Fragen.
Welche laufenden Posten dazugehören
Kraftstoff oder Ladestrom, Versicherung, Kfz-Steuer, Wartung, Reparaturen und Reifen können relevant sein. Je nach Nutzung kommen Parken, Stellplatz, Maut oder andere Ausgaben hinzu. Unregelmäßige Rechnungen sollten auf den gewählten Zeitraum verteilt werden.
Bei Leasing wird statt eines eigenen Kaufpreis-Verkaufserlös-Vergleichs grundsätzlich der vertragliche Zahlungsaufwand betrachtet. Sonderzahlung, Rückgabekosten und nicht enthaltene Betriebsleistungen dürfen dabei nicht fehlen.
Beispiel über fünf Jahre
Ein Auto wird für 25.000 € gekauft und nach fünf Jahren für angenommene 12.000 € verkauft. Der Wertverlust beträgt 13.000 €, also 216,67 € pro Monat. Hinzu kommen beispielhaft 180 € laufende Monatskosten und insgesamt 1.500 € Finanzierungszinsen, entsprechend 25 € monatlich.
Damit ergeben sich 421,67 € monatliche Modellkosten. Bei 60.000 km Gesamtfahrleistung sind das rund 0,42 € pro Kilometer. Weitere Kosten oder ein abweichender Verkaufserlös würden das Ergebnis verändern. Die Zahlen beziehen sich auf kein konkretes Fahrzeugmodell.
Verkaufserlös als unsichere Annahme
Der spätere Fahrzeugwert hängt unter anderem von Zustand, Laufleistung und Markt ab. Rechne deshalb eine niedrigere Verkaufssumme durch. Im Beispiel würden 2.000 € weniger Erlös die Fünfjahreskosten um rund 33,33 € pro Monat erhöhen.
Finanzierte Fahrzeuge können zum Verkaufszeitpunkt noch eine Restschuld haben. Der Verkaufserlös ist dann nicht vollständig frei verfügbar. Für die Liquidität muss eine gegebenenfalls notwendige Kreditablösung berücksichtigt werden.
Häufige Frage: Sinkt mein Kilometerpreis, wenn ich mehr fahre?
Rechnerisch können fixe Jahreskosten auf mehr Kilometer verteilt werden. Gleichzeitig steigen Energieverbrauch, Verschleiß und möglicherweise Wertverlust. Mehr Fahrten machen das Auto deshalb nicht insgesamt billiger; lediglich bestimmte Kosten pro Kilometer können sinken.
Vom Begriff zur Rechnung
Mit eigenen Zahlen weiterrechnen
Wähle den passenden Rechner. Die dort genannten Annahmen und Grenzen gelten für die Modellrechnung.
Quellen und Einordnung
Die Zahlenbeispiele sind eigene Modellrechnungen mit den jeweils genannten Annahmen. Allgemeine Information, keine individuelle Beratung. Hinweise zum Erstellungsprozess stehen unter Methodik des Lexikons.
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