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Sparen & Geldanlage

Tagesgeld und Festgeld vergleichen

Tagesgeld ist üblicherweise kurzfristig verfügbar und variabel verzinst. Festgeld bindet Geld für eine vereinbarte Laufzeit zu festgelegten Bedingungen.

Inhaltlicher Stand: Mit Rechenbeispiel

Verfügbarkeit gegen Bindung abwägen

Bei Tagesgeld kann sich der Zinssatz ändern, sofern keine zeitweise Zinsgarantie vereinbart ist. Ein Neukundenangebot kann nur für eine bestimmte Dauer oder einen begrenzten Betrag gelten. Entscheidend ist deshalb nicht allein die auffällige Anfangsangabe.

Beim Festgeld steht der Zinssatz für die vereinbarte Laufzeit normalerweise fest. Über den Betrag kann währenddessen in der Regel nicht frei verfügt werden. Eine vorzeitige Beendigung ist nicht einfach wie eine normale Überweisung möglich; Ausnahmen und Folgen richten sich nach den Bedingungen.

Beispiel: Aktionszins und Anschlusszins

Auf 10.000 € werden angenommen für drei Monate 4 % pro Jahr und für weitere neun Monate 2 % pro Jahr gezahlt. Mit einfacher zeitanteiliger Berechnung ergeben sich 100 € plus 150 €, also 250 € Jahreszinsen. Der rechnerische Durchschnitt beträgt 2,5 %, nicht 4 %.

Ein Festgeld mit angenommenen 3 % für ein volles Jahr würde im gleichen vereinfachten Modell 300 € ergeben. Es wäre dafür gebunden. Die Beispielzinsen sind frei gewählte Rechenwerte; aktuelle Angebote und taggenaue Bedingungen können abweichen.

Gutschrift und Wiederanlage

Bei mehrjährigem Festgeld macht es einen Unterschied, ob Zinsen jährlich ausgezahlt, im Produkt wieder angelegt oder erst am Ende bezahlt werden. Ohne Wiederanlage entsteht innerhalb des Vertrags kein automatischer Zinseszinseffekt. Prüfe außerdem, ob sich eine Anlage zum Laufzeitende automatisch verlängert und zu welchen Konditionen.

Für Vergleiche müssen Laufzeit, verfügbarer Betrag und Zinsrhythmus übereinstimmen. Ein hoher Mehrjahreszins ist nicht ohne Weiteres mit einem kurzfristigen Tagesgeldsatz vergleichbar, der sich noch verändern kann.

Bank und Sicherungssystem prüfen

Die gesetzliche Einlagensicherung schützt grundsätzlich bis zu 100.000 € pro entschädigungsfähigem Einleger und Institut. Mehrere Konten oder Marken bei derselben rechtlichen Bank schaffen nicht automatisch zusätzliche Grenzen. Bei einer Vermittlungsplattform ist daher die tatsächliche kontoführende Bank entscheidend.

Ein ungewöhnlich hoher Zinssatz und ein professionell gestalteter Internetauftritt beweisen keine Seriosität. Zahlungsweg, Anbieteridentität und Sicherungszuordnung sollten aus offiziellen Unterlagen nachvollziehbar sein. Einlagensicherung schützt nicht vor jeder Überweisung an einen betrügerischen Empfänger.

Häufige Frage: Bleibt die Kaufkraft bei positivem Zins erhalten?

Nicht zwingend. Steigen die Preise stärker als der Nettozins nach Steuern, sinkt die Kaufkraft trotz wachsendem Kontostand. Für die reale Entwicklung müssen Zins und Inflation gemeinsam betrachtet werden.

Vom Begriff zur Rechnung

Mit eigenen Zahlen weiterrechnen

Wähle den passenden Rechner. Die dort genannten Annahmen und Grenzen gelten für die Modellrechnung.

Quellen und Einordnung

Die Zahlenbeispiele sind eigene Modellrechnungen mit den jeweils genannten Annahmen. Allgemeine Information, keine individuelle Beratung. Hinweise zum Erstellungsprozess stehen unter Methodik des Lexikons.

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